St. Marienhospital Vechta macht das Rathaus zur Teddyklinik
Vechta. Im Foyer warteten Kinder mit ihren Teddys auf den Arztbesuch. Im Ratssaal behandelte medizinisches Fachpersonal die Plüschtiere. Am Ende gab es ein Rezept und Medikamente aus der Apotheke: Einmal im Jahr macht ein Team des St. Marienhospitals Vechta das Rathaus zur Teddyklinik. Es zeigt vielen Kindern, wie eine Untersuchung und eine Behandlung ablaufen, um ihnen die Angst davor zu nehmen. Die Teddyklinik öffnete bereits zum zweiten Mal ihre Pforten.
Mehrere Hundert Mädchen und Jungen waren mit ihren Kuscheltieren gekommen. Die Plüschtiere hatten unterschiedliche Beschwerden. Sie waren verletzt, ihnen sind Schuppen ausgefallen, sie hatten Bauchweh, Husten oder Flöhe.
In der Teddyklinik wurde eine genaue Diagnose erstellt und die Krankheit oder Verletzung behandelt. Das Team des St. Marienhospitals um Dr. Marie-Luise Rübsam und Dr. Oliver Schirrmacher erklärte kindgerecht, was es genau machte. Und es vermittelte den Kindern, dass sie keine Angst vor einem Besuch in einem Krankenhaus oder in einer Praxis haben müssen. Anschließend gab es Medikamente in der Apotheke.
Die Teddys wurden auch gegen Krankheiten geimpft. „Es muss realistisch sein. Eine Impfung ist ein Pieks. Wenn etwas in der Wirklichkeit wehtut, verschweigen wir es auch nicht. Sonst ist es für die Kinder nicht glaubwürdig“, erklärt Dr. Marie-Luise Rübsam. Am Ende erhielten die Kinder einen Impfausweis und eine Urkunde für ihren Klinikbesuch.
Bürgermeister Kristian Kater und Andreas Krone (Geschäftsführer des St. Marienhospitals Vechta) waren davon angetan, wie das Klinikteam die Aktion bis ins kleinste Teil vorbereitet hatte. Besonders beeindruckt waren die Kinder von den technischen Geräten beim Ultraschall und bei der Magenspiegelung.
